Amalgamausleitung

 

Wir sind einem umfangreichen und ständig wachsenden Aufkommen an gesundheits-schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Ein hochwirksames Gift ist Quecksilber, das in Amalgam enthalten ist. 
Amalgam wird nach wie vor als Werkstoff für dauerhafte Zahnfüllungen eingesetzt. Als Legierung enthält Amalgam bis zu 53% Quecksilber sowie die Metalle Kupfer, Zinn und Silber. 
An der Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen und dessen Speicherung in menschlichen Organen besteht heute kein Zweifel mehr. 
Quecksilber lagert sich vor allem in Kiefer- knochen, Darm, Leber, Nieren und Gehirn ein. Die Halbwertszeit von Quecksilber beträgt 17 Jahre, sodass auch nach vor Jahrzehnten erfolgter Amalgamentfernung noch eine toxische Belastung bestehen kann.

Warum ist Amalgam giftig? 
Quecksilber bindet sich unter anderem an Enzyme. Enzyme wandeln im gesunden Körper Stoffe um und sind wichtige Bausteine für das Leben. Kommt es zu einer Änderung der Enzymstruktur und einer Blockade ihrer Wirkung, kann es insbesondere zur Schädigung der Erbsubstanz (DNA) sowie der körpereigenen Abwehr- und Reparaturmechanismen kommen. 

Quecksilber belastet vor allem das Immunsystem, den Hormonhaushalt und das Nervensystem. 

In der Praxis sehen wir in der Regel das Bild einer schleichenden chronischen Belastung oder einer Amalgamallergie. Oftmals kommen beide Formen gemeinsam vor.

Die chronische Quecksilberbelastung 
Die Symptome einer chronischen Quecksilberbelastung sind vielfältig. Folgende Leitsymptome finden sich häufig:

- Chronische Müdigkeit 
- Muskel- und Gelenkbeschwerden 
- Kopfschmerzen 
- Hautausschläge 
- Metallgeschmack 
- Lähmungen 
- Haarausfall 
- Magen-/Darmbeschwerden 
- Stimmungslabilität

Die Rolle der Schwermetalle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerativen Krankheiten ist wissenschaftlich belegt.

Die Amalgamallergie 
Je länger und stärker eine Amalgambelastung besteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer zusätzlichen Allergie auf Amalgam. Die Amalgamallergie hat ähnliche Symptome, kann aber zusätzlich zu einer Hypersensibilität gegen verschiedene Chemikalien (MCS=Multiple Chemical Sensitivity) oder auch zu chronischer Müdigkeit (CFS =Chronique Fatigue Syndrom) führen.

Entfernen und Ausleiten 
Die Amalgamentfernung sollte nur nach vorangegangenem Nachweis einer Belastung und einer klaren Indikation durchgeführt werden. Bei schwangeren oder stillenden Frauen sollte keine Sanierung erfolgen! 

Sämtliche Amalgamfüllungen sollten entfernt werden, auch solche, die unter Gold- oder Keramikkronen versteckt oder im Zahnwurzelkanal liegen. 
Dabei ist es notwendig zu verhindern, dass das freiwerdende Amalgam in den Körper aufgenommen werden kann. 

Da durch das Entfernen der Amalgamfüllungen Quecksilberdämpfe und andere Metallpartikel (Zinn, Kupfer, Silber) freigesetzt werden können, empfehlen sich intensive und konsequente Schutz-maßnahmen durch den Zahnarzt:

- Abdeckung mit Kofferdam 
- Verstärkte Absaugung und Frischluftzufuhr 
- Ggf. auch Sauerstoffgabe 
- Verwendung langsam drehender Hartmetallbohrer

Nachweis einer Amalgambelastung
Zum Nachweis einer Belastung mit Amalgam und auch anderen Schwermetallen hat sich seit Jahrzehnten der DMPS-Test bewährt. DMPS ist ein Komplexbildner, der eine feste Bindung mit einem Schwermetall eingeht und dieses über die Niere ausscheidet, so dass der Körper und seine Organe von Quecksilber und anderen toxischen Metallen entlastet wird. 

Das in der Regel sehr gut verträgliche DMPS wird intravenös verabreicht; nach 45-60 Minuten wird der Urin gesammelt und auf eine Schwermetallbelastung untersucht. DMPS kann mit anderen Komplexbildnern kombiniert werden, um ein breiteres Spektrum an Schwermetallen zu testen. Danach erst kann eine Ausleitung des im Körper eingelagerten Amalgams erfolgen.

Ausleitungstherapie 
Je nach Befund können verschiedene Komplexbildner zum Einsatz kommen. Die gängigsten sind DMPS und DMSA. 

Nach der Entfernung sämtlicher Amalgamfüllungen wird die Ausleitung entsprechend der individuellen Symptomatik und dem Grad der Belastung geplant. 
Bei der Ausleitung ist es unerlässlich, für einen ausgeglichenen Mineralstoff- und Vitaminhaushalt (v.a. Selen, Zink, Vitamin C, B6, B12) und für eine basische Stoffwechsellage zu sorgen. 

Die Ausscheidungstätigkeit der amalgambelasteten Organe wird medikamentös durch die Gabe homöopathischer und phytotherapeutischer Präparate unterstützt. Hierdurch kann außerdem die Häufigkeit der DMPS-Gaben gesenkt werden.

 

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